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IMEC 2021

Medien – Demokratie – Bildung:
Normative Vermittlungsprozesse und Diversität in mediatisierten Gesellschaften

Unbenannt

  • Die IMEC-Tagung 2021 „Medien – Demokratie – Bildung: Normative Vermittlungsprozesse und Diversität in mediatisierten Gesellschaften“ an der TU Dortmund thematisiert internationale und interdisziplinäre Positionen zur Bedeutung der vor allem digitalen Mediennutzung und der medialen Bildungsprozesse für die mediatisierte Demokratie der Gegenwart. Dabei fokussieren drei Perspektiven das Themenfeld: „Information“ als Basis politischer Öffentlichkeit, „Partizipation“ als anzustrebende demokratische Praxis und „Reflexion“ auf die grundlegenden Wertvoraussetzungen gelingender gesellschaftlicher Organisation.
  • Hier gehts zum Flyer der Tagung.





Online Tagung zu Demokratieerziehung in digitalisierten Gesellschaften
Tagung zu „Medien – Demokratie – Bildung“

Moderne Gesellschaften sind digital verfasst. Demokratien ermöglichen dabei nicht nur technisch die mediale Beteiligung ihrer Bürger*innen, sondern sie müssen zugleich die mediale Bildung vorantreiben, um politische Partizipation überhaupt erst praktisch werden zu lassen. Dieser Zusammenhang stand im Mittelpunkt der von Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Hanna Höfer-Lück und Malte Delere von der Forschungsstelle Jugend-Medien-Bildung (Institut für Diversitätsstudien, TU Dortmund) ausgerichteten Tagung vom 20. bis 22.01.2021.
 
Zusammen mit dem Interdisciplinary Media Ethics Center bot die Online Tagung „Medien – Demokratie – Bildung“ vom 20. bis zum 22. Januar 2021 einen Austausch über „Normative Vermittlungsprozesse und Diversität in mediatisierten Gesellschaften“ – so der Untertitel der Tagung. Bereits der Auftakt bot ein Highlight: Prof. Dr. Henry Jenkins, ehemals Direktor des Comparative Media Studies Program am MIT in Cambridge, Massachusetts, jetzt Inhaber des Lehrstuhls für „Communication, Journalism, Cinematic Arts and Education” an der University of Southern California, hielt die Opening Lecture zur Frage „What Educators Can Learn about Democracy from Science Fiction: World-Building, the Civic Imagination and Speculative Journalism“. Jenkins zeigte konkrete Projekte zur Demokratieerziehung, die von medialen Fiktionen den Ausgang nehmen, um in Workshops zu zivilgesellschaftlichen Entwürfen einer gerechteren und besseren Zukunft zu motivieren.
 
Zur Tagung wählten sich bis zu 140 Teilnehmende ein – auch Kolleg*innen der TU Dortmund aus angrenzenden Disziplinen und Fakultäten waren beteiligt. Jeweils durch eine Keynote eingeleitet, fokussierten die insgesamt 14 Vorträge auf die Perspektiven „Medien und Demokratie“ (Keynote Prof. Dr. Monika Oberle, Universität Göttingen), „Digitale Bildung auf allen Ebenen der Gesellschaft“ (Keynote Prof Dr. Theo Hug, Universität Innsbruck) und „Disruption und Konvergenz“ (Keynote Dr. Nina Köberer, NLQ Hildesheim).
 
Die Beiträge machten die Relevanz interdisziplinärer Reflexion auf die Bedeutung vor allem digitaler Medien im Rahmen der Demokratieerziehung deutlich. So wurde aus fachdidaktischer, ethischer und mediensoziologischer Sicht betont, dass in der Schule eine menschenrechtsorientierte Diskurskultur notwendig ist, um Schüler*innen frühzeitig eine reflektierte, normative Orientierung im Umgang mit digitalen Angeboten zu bieten. Hier hat die universitäre Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften eine wichtige Aufgabe. Dem Ruf nach einer gänzlich „neutralen Schule“ wurde von den Tagungsbeteiligten eine Absage erteilt, denn der häufig zitierte „Beutelsbacher Konsens“, der als maßgebend für die politische Bildung in allen Fächern der Schule gilt, fordert keineswegs indifferente Neutralität, sondern klare Positionierung der Lehrkräfte zu Menschenrechten und Grundgesetz.
 
Doch der Blick ging auch über den rein akademischen Tellerrand hinaus. Am zweiten Abend berichtete der bekannte KI-Journalist Dr. Thomas Ramge in der Evening Lecture über sein neuestes Buch „Machtmaschinen“ und erörterte, warum Datenmonopole unsere Zukunft gefährden und wie wir sie brechen können. Daran anschließend wechselte der Diskurs in das theatrale Spiel. Unter der Leitung des Dramaturgen und Kollegen Stefan Schroeder entstand aus der Perspektive angehender Lehrkräfte in einem online Seminar des laufenden Semesters das kreative Videoprojekt zum Tagungsthema "EscapeRoom.EchoChamber". Obwohl das Projekt pandemiebedingt von einer Theaterproduktion zu einem Video wurde, blieb es postdramatisch, denn sein Leitgedanke ist der distanzierte und selbstironische Blick auf seine Mittel und auf das Spiel, das es entwickelt.
 
Das Interdisciplinary Media Ethics Center IMEC https://mediaethics.center versteht sich als Forschungs- und Beratungseinrichtung zu Fragen der Ethik in vernetzten und digitalisierten Gesellschaften. Gegründet 2015, hat das IMEC inzwischen mehrere internationale Tagungen abgehalten, deren Ergebnisse kontinuierlich publiziert werden.
 
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